F & E - Materialstudien – thermoplastische Polyurethane
  Abb. 1 - Mastercurve  
     
 
  Abb. 2 – Kristallisationskinetik  

Die thermoplastischen Polyurethane sind Mischpolymere vom Typ AB aus zufällig abwechselnden harten und weichen Segmenten. Die aus langen Polymerketten eines Makroglykols (vom Typ Polyether oder Polyester) bestehenden weichen Segmente sind flexibel und schwach polar. Die harten, aus der Reaktion des Isozyanats und des Stretchers der Kette gewonnenen Segmente (zum Beispiel 1,4-Butanediol) sind starr und stark polar. Die thermoplastische Inkompatibilität der harten und weichen Segmente erzeugt bei niedrigen Temperaturen eine polyphasische Struktur. Diese Struktur ist der Grund für die besonderen Eigenschaften der thermoplastischen Polyurethane. Darüber hinaus verhält sich das harte Segment wie eine Crosslinking-Einheit, die weiche Phase ist dagegen die Grundlage der Materialflexibilität.

Die rheologischen Messungen werden zur mengenmäßigen Überwachung der Übergangsphase der thermoplastischen Polyurethane eingesetzt. Die Veränderungen in der Mikrostruktur des Polymers wurden durch genau festgelegte thermische Evolutionen herbeigeführt. Der kombinierte Einsatz von rheologischen und Temperaturmessexperimenten stellt ein nützliches Hilfsmittel zur Bestimmung des Übergangsverhaltens der thermoplastischen Polyurethane dar. Diese Messungen sind die Grundlage für die erfolgreiche Sequenz MATERIAL - PROZESS - PRODUKT.

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